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Das richtige Verhalten im Stau

Als Autofahrer können Sie mit einem bestimmten Verhalten dazu beitragen, dass ein Stau erst gar nicht entsteht. Außerdem löst sich der Stau schneller auf, wenn sich alle Fahrer an bestehende Regeln halten. Etwa zwei Drittel aller Staus auf deutschen Autobahnen entstehen durch ein zu hohes Verkehrsaufkommen. Weitere Schuldige sind Unfälle oder Baustellen. Experten haben allerdings herausgefunden, dass sich zwischen 10 bis 20 % aller Staus alleine durch richtiges Verhalten der Autofahrer vermeiden ließen. Ein typisches Beispiel dafür ist das Verlangsamen der Fahrt an einer Ausfahrt oder an einem Autobahnkreuz, weil der Fahrer nicht weiß, wo er genau hinmuss. Durch das Abbremsen müssen die nachfolgenden Fahrzeuge ebenfalls stark verzögern und der Verkehr kann ins Stocken geraten. Übrigens: Autofahrer verbringen statistisch gesehen ca. sechs Monate Ihres Lebens im Stau.

Bild: Stephanie Kroos @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Maßnahmen: So verhindern Sie Staus

Mit einigen Verhaltensregeln ist es möglich, den Stau bereits im Vorfeld zu vermeiden. Außerdem helfen die folgenden Tipps, dass sich der Stau schneller wieder auflöst.

Tipp 1: Abstand halten und mitschwimmen

Bei dem typischen Stop-and-go, den es meistens bei einem Stau auf der Autobahn gibt (richtig stehen müssen Fahrer nur bei den wenigsten Staus), sollten alle Autofahrer mitschwimmen. Hierbei hat sich ein Abstand von rund zwei Fahrzeuglängen zum Vormann bewährt. Das bedeutet, dass nicht abrupt Gas gegeben oder gebremst wird. Außerdem sollten Spurwechsel und auch das plötzliche Bremsen unterbleiben, denn dadurch werden die anderen Verkehrsteilnehmer noch weiter behindert, was zu einer Verschlimmerung der Situation führt.

Tipp 2: Stockungen durch Reißverschlussverfahren vermeiden

Endet eine Fahrspur auf der Autobahn, zum Beispiel durch eine Baustelle, dann sollten sich Fahrer im sogenannten Reißverschlussverfahren einfädeln. Sobald die eine Spur zu Ende ist, muss der Fahrer auf der Spur nebenan zulassen, dass sich ein Auto der Nebenspur einordnen kann. Hierfür ist es ebenfalls erforderlich, dass die Autofahrer, die sich auf der gesperrten Fahrbahn befinden, auch tatsächlich bis ganz zum Schluss vorfahren.

Tipp 3: Zügiges Anfahren bei Auflösung des Staus

Sobald sich der Stau aufgelöst hat und der Fahrer somit den Anfang erreicht hat, sollte dieser zügig Gas geben und losfahren. War ein Unfall Ursache des Staus, dann müssen Autofahrer mit Schaulustigen rechnen. Nicht selten machen diese unberechenbare Fahrmanöver, entweder um ein Foto zu schießen oder möglichst viel vom Unfall mitzubekommen.

Tipp 4: Den Stau umfahren

Ab einer Staulänge von mindestens 2 km lohnt sich der Umweg über eine ausgewiesene Umleitungsstrecke. Meistens befinden sich diese parallel zur Autobahn. Allerdings kommen auf dieselbe Idee noch viele weitere andere Autofahrer, die ebenfalls den Stau umfahren möchten. Schließlich sind diese Umfahrungsstrecken mittlerweile in jedem modernen Navigationsgerät einprogrammiert.

Stau gilt auch für Motorradfahrer

Zwar ist es theoretisch möglich, dass ein Motorradfahrer einfach zwischen den stehenden Autos weiterfährt - dies ist allerdings verboten. Denn laut Bußgeldkatalog wird das Verhalten als unerlaubtes Rechtsüberholen gewertet. Somit droht ein Punkt in Flensburg!

Rettungsgasse bei Stau kann Leben retten

Eine Rettungsgasse kann bei Stau Leben retten - doch viele Autofahrer haben Probleme damit, wenn sie sich auf einer Autobahn mit mehreren Spuren befinden. Schließlich ist es bei einem Stau, der zum Beispiel durch einen Verkehrsunfall entstanden ist, den Ärzten und Helfern ohne Rettungsgasse unmöglich, zum Unglücksort vorzudringen. Doch wer keine Rettungsgasse bildet und dadurch für Verzögerungen sorgt, der muss mit empfindlichen Strafen rechnen, die sogar bis hin zur Freiheitsstrafe reichen.

Es gibt eine klare Regelung, wie eine Rettungsgasse auf mehrspurigen Straßen, zu denen auch Autobahnen gehören, gebildet wird: Die Fahrer, die sich auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn befinden, müssen so weit wie möglich an den linken Rand und somit an die Leitplanke fahren, die die Spur vom Gegenverkehr trennt. Alle anderen Spuren müssen so weit wie möglich nach rechts ausweichen.

Eine vorbildliche Rettungsgasse - Bild: TypeZero @wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)

Die Rettungsgasse wird immer zwischen der linken Spur und der Fahrbahn daneben gebildet. Sie darf nur von Einsatzkräften befahren werden.

Warnblinker - darf nur im Notfall genutzt werden

Den Warnblinker sollten Sie nur in einem absoluten Notfall einschalten - ein Vergehen im Straßenverkehr wird mit einem blinkenden Auto nicht besser! Bei Verstoß droht Bußgeld und die Warnblinkanlage ist nicht dafür da, um anzuzeigen, dass kurz am Rand der Autobahn gehalten wird. Wann genau die Warnblinkanlage genutzt werden darf, das ist in der Straßenverkehrsordnung in den Paragrafen 15, 15a und 16 geregelt. Gemäß dem Gesetz darf das Warnblinklicht ausschließlich dafür eingeschaltet werden, um die anderen Fahrzeuge vor einer drohenden Gefahr zu warnen. Zum Beispiel dann, wenn Sie mit Ihrem Auto auf der Autobahn liegen geblieben sind oder sich dem Stau vor Ihnen nähern.

Ein weiterer Grund, der das Betätigen der Warnblinkanlage auf der Autobahn erlaubt, ist ein technisches Problem - dann dient das blinkende Licht dazu, darauf aufmerksam zu machen, dass das Fahrzeug langsamer fährt. Allerdings ist die Warnblinkanlage kein Freihfahrtsschein für eine langsame Fahrweise. Liegt ein technisches Problem vor, muss die Autobahn unverzüglich verlassen werden, denn grundlos dürfen sie wiederum laut § 3 Absatz 2 StVO nicht so langsam fahren, dass Sie den Verkehrsfluss behindern.

Besonderheiten auf der Autobahn, wie zum Beispiel das Befahren von Standstreifen

Es ist Stau, die Kinder im Fahrzeug quengeln oder müssen aufs Klo: das alles ausgerechnet in einem Stau. Die verlockende Ausfahrt liegt nur noch wenige Kilometer entfernt und der Seitenstreifen ist frei. Darf er befahren werden? Die Antwort lautet in den meisten Fällen ganz unspektakulär: Nein! Wer auf den Seitenstreifen ausweicht, um einen Stau zu umfahren und schneller zur nächsten Ausfahrt zu kommen, der riskiert hohe Strafen. Außerdem müssen Unfallfahrer, wenn sie bei ihrer Fahrt auf dem Seitenstreifen ein liegengebliebenes Fahrzeug beschädigen, den gesamten Schaden erstatten. Dasselbe gilt auch dann, wenn es wegen der Fahrt auf dem Seitenstreifen bei der Ausfahrt zu einem Unfall kommt.

Wird ein Auto gerammt, weil beide Fahrer unrechtmäßig auf dem Seitenstreifen unterwegs sind, dann müssen sich die beiden Fahrer den Schaden teilen. Selbst wenn es zu keinem Unfall kommt und die Standstreifenfahrt ohne Blechschaden endet, kann es teuer werden. Gemäß dem Bußgeldkatalog kostet die unrechtmäßige Fahrt auf dem Standstreifens 75 €. Außerdem lockt ein Punkt in Flensburg. Solche Verstöße werden übrigens von der Polizei bei Autobahnstaus besonders konsequent geahndet. Wann ist eine Fahrt auf dem Seitenstreifen erlaubt? Es gibt einige Sonderfälle, wann Sie den Seitenstreifen befahren dürfen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie von der Polizei dazu aufgefordert werden. Auch das Verkehrszeichen 223.1 (blaues Schild mit vier weißen Pfeilen) kann ausdrücklich das Befahren des Seitenstreifens bei Stau erlauben.

Bußgeldkatalog - das droht bei Verkehrsverstößen bei Autobahnstaus

Der Katalog für Verfehlungen bei einem Stau auf der Autobahn ist groß. Es drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch Punkte und Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren sowie der Entzug der Fahrerlaubnis. Wer zum Beispiel das Fahrzeug verlässt, obwohl hierfür keine Notfallsituation vorlag, der muss ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro zahlen. Die Pinkelpause ist übrigens keine Notfallsituation! Wird keine Rettungsgasse gebildet, dann schlägt dies mit einem Bußgeld von 20 € zu Buche. Wer hingegen den Seitenstreifen nutzt, um schneller voranzukommen, der muss 75 € zahlen und erhält hierfür einen Punkt in Flensburg. Noch härter trifft es Motorradfahrer, die im Stau nicht stehen bleiben, sondern einfach an den anderen Fahrzeugen vorbeifahren und somit rechts überholen: 100 € sowie ein Punkt in Flensburg. Eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, der Entzug der Fahrerlaubnis und drei Punkte in Flensburg gibt es dafür, wenn ein Auto entgegen der Fahrtrichtung auf der Autobahn fährt, sich rückwärts bewegt oder wendet. Ausnahmen gelten dann, wenn die Polizei zu entsprechendem Verhalten auffordert. Abhängig von der Verfehlung fällt auch das Bußgeld unterschiedlich hoch aus.

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