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Ausrücklager wechseln - Symptome, Aufwand & Kosten

Ausrücklager wechseln

Das Ausrücklager drückt auf die Membranfeder des Kupplungsautomaten, um den Kraftschluss zwischen Motor und Getriebe zu unterbrechen. Ist es verschlissen, macht es in der Regel Geräusche. (Bild: kfzteile24 Profi-Schrauber @youtube.com)

Die Aufgabe des Ausrücklagers

Das Ausrücklager ist ein Teil der Kupplung und hat die Aufgabe, die über das Kupplungspedal ausgeübte Kraft auf die Tellerfedern der Druckplatte zu übertragen. Dadurch löst sich die Druckplatte von der Kupplungsscheibe, die nun keine kraftschlüssige Verbindung zwischen motorseitiger Schwungscheibe und getriebeseitiger Druckscheibe mehr herstellen kann. Motor und Getriebe sind beim Kuppeln also voneinander getrennt. Dies ist notwendig, um einen neuen Gang einlegen zu können. Beim Einkuppeln wird das Ausrücklager wieder zurückgefahren und die Kraft der Membranfedern kann die Druckscheibe wieder anpressen.

Aufbau des Ausrücklagers

Das Ausrücklager ist in der Regel ein auf der Getriebewelle sitzendes Rollenlager, welches durch eine Ausrückgabel bzw. einen Ausrückhebel vor und zurückgeschoben werden kann. Man nennt die Vorrichtung auch Ausrücker oder Zentralausrücker. Die Ausrückgabel selbst besitzt einen kugelförmigen Lagerpunkt und wird durch den Kupplungsnehmerzylinder bewegt. Bei älteren, ungeführten Kupplungen wie sie z.B. der VW Käfer besitzt, wird das Ausrücklager an einer drehbaren Stange befestigt und berührt die Getriebewelle nicht. Die Funktion ist aber gleich, denn auch bei der Drehung der Stange, bewegt sich das Ausrücklager in Richtung Motor, sodass Druck auf die Tellerfedern des Kupplungsautomaten ausgeübt werden kann. Das Ausrücklager kann man im eingebauten Zustand von außen nicht sehen, denn das Gehäuse des Getriebes soll die Mechanik vor äußeren Einflüssen schützen. Umso wichtiger ist es, die Symptome eines defekten Ausrücklagers rechtzeitig zu erkennen. Es drohen sonst Getriebe- und Motorschäden.


Aufbau eines Ausrücklagers

Wenn das Asrücklager (7) gegen die Membranfeder des Kupplungsautomaten (5) presst, löst sich die Druckplatte (4) von der Kupplungsscheibe (3). Der Kraftschluss zwischen Kurbelwelle (1) und Getriebewelle (6) ist wie in Stellung B unterbrochen.

Symptome eines defekten Ausrücklagers

Ausrücklager sind Teile, die in der Regel lange halten und problemlos mehr als 100.000 Kilometer völlig unauffällig ihren Dienst erledigen. Neigt sich die Lebenszeit des Teils ihrem Ende entgegen, so wird man dies vor allem an ungewohnten Geräuschen bemerken. So kann zunächst leise und später immer deutlicher ein Mahlen, Pfeifen oder Quietschen wahrgenommen werden. Das Störgeräusch verändert sich meist auch bei Betätigung des Kupplungspedals. In schwerwiegenden Fällen kommen Probleme bei der Gangwahl hinzu, denn sollten Ausrücklager oder Ausrückhebel beschädigt sein, lässt sich die Kupplung nicht mehr sauber trennen.

Warum geht das Ausrücklager kaputt?

Die häufigste Ursache für den Ausfall eines Ausrücklagers ist Materialermüdung. Das Fett zwischen den Wälzkörpern verliert mit der Zeit seine Schmierwirkung und es kommt zu übermäßiger Reibung. Durch den unrunden Lauf verstärkt sich das Problem dann immer weiter. Neben diesem unvermeidlichen Verschleiß kann auch die Fahrweise zu einem frühzeitigen Defekt des Ausrücklagers führen. Insbesondere an Ampeln oder Bahnübergängen, sollte man zum Schutz des Ausrücklagers stets in der Leerlauf schalten, statt den Kraftfluss durch die Kupplung zu unterbrechen. Ausrücklager und Ausrückgabel können durch die Dauerbelastung der Tellerfedern Schaden nehmen und frühzeitig ausfallen. Im schlimmsten Fall kann der Ausrückhebel sogar brechen. Bei ungeführten Kupplungen besteht zudem die Gefahr, dass das Ausrücklager auf der Getriebewelle schleift. Der Abrieb kann dann zu weiteren Folgeschäden im Getriebe führen. Ebenfalls ungünstig für das Ausrücklager sind lange Standzeiten des Autos. Es besteht die Gefahr, dass sich zwischen Getriebewelle und Lager Rost bildet.

Wechsel des Ausrücklagers

Die Kontrolle und der Wechsel des Ausrücklagers sind keine Arbeit für die heimische Garage und sollten nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Es müssen schließlich die Antriebswellen vom Getriebe und das Getriebe vom Motor gelöst werden. Allein der Ausbau des Getriebes kann mehrere Stunden dauern und es besteht aufgrund des hohen Gewichts auch erhebliche Verletzungsgefahr, wenn keine geeigneten Werkzeuge wie z.B. eine Hebebühne und ein Getriebeheber vorhanden sind. Die Arbeitsschritte selbst sind aber meist gleich. Zunächst werden die Räder demontiert, dann die Antriebswellen bzw. die Kardanwelle vom Getriebe gelöst, ggf. störende Komponenten wie z.B. der Generator oder der Anlasser entfernt und schließlich die Lager des Getriebes abgeschraubt. Mit einem Getriebeheber kann das Getriebe dann vorsichtig aus dem Motorraum herausgefahren werden. Dabei gilt es zu beachten, keine Leitungen oder Schläuche zu beschädigen.

Der hohe Arbeitsaufwand rechtfertigt auch, die Gelegenheit zu nutzen, um alle anderen Komponenten rund um Kupplung und das Getriebe zu prüfen und ggf. zu wechseln. Dazu gehören natürlich die Lager, Dichtungen und sowie die Kupplungsscheibe und das Schwungrad. Das alte Ausrücklager wird zusammen mit der Ausrückgabel entfernt und durch Neuteile ersetzt. Die Lagerstellen werden gründlich gesäubert und mit Langzeitfett geschmiert. Für den nachfolgenden Einbau sind mindestens zwei (besser drei) Mann notwendig, denn das Getriebe muss zurück an seinen Platz. Natürlich benutzt man dabei neue Schrauben und zieht diese mit dem richtigen Drehmoment an.

Was kostet der Wechsel des Ausrücklagers

Ein defektes Ausrücklager ist immer ärgerlich, denn das Neuteil kann man zwar bei kfzteile24 für kleines Geld in Markenqualität kaufen, doch der Einbau hat es in sich. Je nach Auto können mehrere Stunden Arbeitszeit zusammenkommen, die Gesamtkosten von bis zu 1.000 Euro verursachen. Zudem kann sich ein gleichzeitiger Austausch der Kupplung und Schwungscheibe als sinnvoll erweisen. Um zumindest im Anschluss keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Sie bei Ausrücklagern auf namhafte Marken wie z.B. LuK, Meyle oder SKF setzen. Von Ware aus zweiter Hand raten wir hingegen ab.

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